20 | 10 | 2021

Kurzmeldungen-Trend, 20.10.2021

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Montag, 18.10.2021 bis Montag, 25.10.2021
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Freitag, 15.10.2021, 13:31 Uhr

Ab Mittwoch zunehmend windig, Bergland und See stürmisch. Nachts im Süden Nebel und regional leichter Frost in Bodennähe.

Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 22.10.2021,

Am Montag im Norden stark bewölkt und vereinzelt etwas Regen. Sonst nach Auflösung von Nebel oder Hochnebel wechselnd bewölkt. Im Süden vielfach heiter und trocken. Bei Höchsttemperaturen

zwischen 13 und 18 Grad milder als an den Vortagen. Schwacher Wind, meist aus südlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag im Norden und Osten dichtere Wolken und vereinzelt etwas Regen. Sonst teils aufklarend und gebietsweise Nebel und Hochnebel. Tiefsttemperaturen 10 bis 5 Grad in der

Nordwesthälfte, in der Südosthälfte 6 bis 1 Grad. Dort örtlich leichter Frost in Bodennähe.

Am Dienstag im Norden ausgedehnte Wolkenfelder und zeitweise Regen. Über der Mitte und dem Süden nach Auflösung nächtlicher Nebelfelder freundlich und trocken, einzig im Bergland der zentralen

Mittelgebirge sind einzelne Schauer wenig wahrscheinlich. Höchstwerte 13 bis 19 Grad, im Südwesten örtlich 20 Grad. Schwacher, im Norden mäßiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht böig

auffrischend. Brocken zunehmend Sturmböen.

In der Nacht zum Mittwoch im Norden und Osten dichtere Wolken und vereinzelt etwas Regen. Sonst teils aufklarend und gebietsweise Nebel und Hochnebel. Tiefsttemperaturen 13 bis 5 Grad.

Am Alpenrand örtlich leichter Frost in Bodennähe.

Am Mittwoch von Westen Bewölkungsverdichtung und nachfolgend Regen. Vom Alpenrand bis nach Sachsen tagsüber freundlich und trocken. Höchstwerte 17 bis 23 Grad. Mäßiger, im Westen und

Norden stark böiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht sowie im Bergland stürmische Böen. Brocken schwere Sturmböen bis orkanartige Böen.

In der Nacht zum Donnerstag meist stark bewölkt und etwas Regen. Besonders südlich der Donau teils klar und trocken. Hier teils dichter Nebel. Tiefstwerte 12 bis 6 Grad.

Am Donnerstag wechselnd bewölkt mit zahlreichen Schauern, im Westen und Norden lokal ein kurzes Gewitter. Höchstwerte 16 bis 19 Grad. Stark böiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht

sowie im Bergland Sturmböen. Brocken orkanartige Böen.

In der Nacht zum Freitag wechselnd bewölkt mit weiteren Niederschlägen. Tiefstwerte 10 bis 5 Grad.

Am Freitag wechselnd bewölkt mit Schauern, im Süden auch längere Zeit Regen. Höchstwerte 13 bis 18 Grad. Mäßiger, im Westen und Norden stark böiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht

sowie im Bergland stürmische Böen. Brocken schwere Sturmböen.

Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 23.10.2021 bis Montag, 25.10.2021,

Wechselhaft und mild. Windig, Bergland stürmisch.

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Der Baumrüttler kommt!

Die Blattverfärbung der Bäume und Sträucher ist derzeit im vollen Gange. Mit Sturm IGNATZ, der in der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag über uns toben wird, werden einige Bäume einen Teil ihrer

Blätter verlieren.

Nach etwas mehr als der Hälfte des meteorologischen Herbstes (bestehend aus den Monaten September, Oktober und November) lässt sich bezogen auf die Referenzperiode 1961-1990 mit einer Abweichung

von etwa 0,8 Grad bisher ein leicht zu milder Verlauf konstatieren. Mit nur 31% des Niederschlagsolls des Gesamtherbstes ist es außerdem zu trocken und mit 79 % des Sonnenscheinsolls des Gesamtherbstes

deutlich sonniger als üblich. Da es darüber hinaus auch nur wenige kalte Nächte hintereinander gab, ist es in der Natur zu einer Verzögerung der Blattverfärbung gekommen.

Die Blattverfärbung wird in der Phänologie, die sich mit dem Einfluss der Witterung auf die jahreszeitlichen Entwicklungsphasen der Pflanzen befasst, mit dem sogenannten Spätherbst verbunden.

Als Leitphase dient dabei die Blattverfärbung der Stieleiche, die im vieljährigen Mittel am 18. Oktober erreicht wird und damit am gestrigen Montag hätte beginnen sollen

(siehe auch https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaeno_uhr/phaenouhr.html). Durch die Witterungsverzögerung lagen bis gestern aber noch nicht aus allen Regionen Meldungen des Eintritts des Spätherbsts vor,

sodass die Leitphase noch nicht vollständig erreicht ist.

Dennoch zeigen sich viele Bäume und Sträucher in unseren herbstlichen Wäldern nun mit einem roten, gelben oder braunen Blattgewand, weil ihre Blattverfärbung früher als die der Stieleiche bereits begonnen hat.

Etwa 2 bis 3 Wochen nach der Blattverfärbung setzt der Blattfall ein. Das passiert, wenn den Blättern alle Nährstoffe entzogen worden sind und eine Trennschicht zwischen Blattstiel und Zweig wächst.

Nun reicht ein leichter Windstoß, um die Blätter vom Baum zu wehen.

Ein zünftiger Sturm könnte den Blattfall also stark befeuern und tatsächlich kündigt sich in der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag ein solcher an! So könnte sich Sturm IGNATZ (wahrscheinlich mit

den zwei Kernen IGNATZ I und II) als kräftiger Baumrüttler erweisen, der den schon länger verfärbten Blättern an den Kragen geht und einige von ihnen zu Boden fallen lassen wird.

 

Dabei wartet IGNATZ mit zum Teil schweren Sturmböen zwischen 90 und 100 km/h (entspricht Beaufort 10) bis ins Tiefland auf (siehe die Windentwicklung unter

https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2021/10/19_Bild.gif). In kräftigen Schauern oder Gewittern sind lokal ganz vereinzelt orkanartige Böen um 105 km/h (Bft 11) nicht völlig ausgeschlossen.

Im höheren Bergland treten orkanartige Böen häufiger auf, auf exponierten Berggipfeln wie dem Brocken und dem Feldberg/Schwarzwald sind Orkanböen ab 118 km/h (Bft 12) wahrscheinlich. Bei solchen

Windgeschwindigkeiten ist nicht nur Blattfall zu erwarten, auch den einen oder anderen Baum mit dem häufig noch vollen Laub wird es dabei "erwischen". Das Hauptwindfeld erreicht den Westen

Deutschlands in der zweiten Hälfte der Nacht zum Donnerstag und breitet sich bis zum Donnerstagmorgen zügig bis in die Mitte und auf den Südwesten Deutschlands aus. In den Vormittagsstunden

des Donnerstags erfasst der Sturm den Osten und Südosten des Landes, am Nachmittag ist auch der Norden "dran". Zum Abend hin zieht das Hauptwindfeld bereits über den Osten Deutschlands hinweg

nach Osten ab. Der Wind weht also meist nur wenige Stunden in der oben beschriebenen maximalen Stärke.

Sturm IGNATZ könnte außerdem der alten Bauernregel, die besagt: "Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein" in die Parade fahren. Allerdings steht diese Bauernregel wissenschaftlich

auf sehr wackeligen Füßen, weil sie sich kaum belegen lässt. Wie der Winter wird, können uns die Bäume also leider weder derzeit, noch nach dem Sturm verraten.

Dipl.-Met. Simon Trippler

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Windentwicklung Sturm IGNATZ

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Aktuelle Isobarenkarten

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2021

Unwetterwarnungen

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Mecklenburg Vorpommern/

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aktuelles Wetter und aktuelle Temperatur Region Nordost

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Deutschlandkarte mit dem Tageswert des Waldbrand-Gefahrenindex WBI, heute