06 | 06 | 2020

Kurzmeldungen-Trend, 06.06.2020

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Samstag, 06.06.2020 bis Samstag, 13.06.2020
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Mittwoch, 03.06.2020, 12:59 Uhr

Unbeständig mit Schauern und Gewittern, vor allem am Samstag dazu windig. Mitte kommender Woche allmähliche Wetterberuhigung und zögernd wärmer.

Vorhersage für Deutschland bis Mittwoch, 10.06.2020,

Am Samstag im Süden bedeckt und regnerisch, sonst wechselhaft mit Schauern und kurzen Gewittern. Tageshöchstwerte zwischen 13 und 18 Grad. Böig auffrischender Südwestwind, in Gewitternähe stürmische Böen.

In der Nacht zum Sonntag im Südosten regnerisch. Sonst wolkig, teils gering bewölkt und nur noch einzelne Schauer. Tiefstwerte zwischen 10 und 4 Grad.

Am Sonntag im Südosten Bayerns zeitweise Regen. Sonst wechselnd bewölkt, vor allem im Nordwesten im Tagesverlauf erneut Schauer oder kurze Gewitter. Höchstwerte 15 bis 20 Grad. Mäßiger Wind, meist aus Südwest, in Schauernähe starke Böen.

Nachts südlich der Donau zeitweise Regen, im Nordwesten einzelne Schauer, ansonsten locker bis gering bewölkt und meist trocken, Tiefstwerte 10 bis 4 Grad.

Am Montag unterschiedlich bewölkt, im Tagesverlauf Schauer oder kurze Gewitter. Im Südosten und Osten gebietsweise anhaltender Regen. Höchstwerte je nach Sonne zwischen 15 und 22 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Süd bis West, in Schauernähe starke Böen.

Nachts im Osten und Norden gebietsweise Regen, ansonsten nachlassende Schauer und aufgelockert, teils gering bewölkt. Tiefstwerte 12 bis 7 Grad.

Am Dienstag wechselhaft mit Schauern und kurzen Gewittern. Im Südosten und Osten weniger Schauer und längere sonnige Abschnitte. Höchstwerte 15 bis 22 Grad, in Schauernähe böig auffrischender Wind aus Südwest bis West. Nachts am ehesten im Süden und im Nordwesten noch einzelne Schauer, sonst teils gering bewölkt, Tiefstwerte 11 bis 5 Grad.

Am Mittwoch teils sonnig, teils wolkig, im Westen und Nordwesten mehr Wolken. Vor allem dort und im Bergland einzelne Schauer und Gewitter. Höchstwerte 17 bis 24 Grad, die höchsten Werte in der Lausitz. Schwacher Wind aus Süd bis Südwest. Nachts Abkühlung auf 12 bis 6 Grad und kaum mehr Schauer.

Trendprognose für Deutschland,

von Donnerstag, 11.06.2020 bis Samstag, 13.06.2020,

Von Donnerstag bis Samstag oft sonnig oder locker bewölkt, bevorzugt in der Mitte und im Süden auch einzelne, teils kräftige Gewitter, am ehesten im Bergland. Von Tag zu Tag etwas wärmer.

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Die Auswirkungen der Erdumlaufbahn auf Wetter und Klima

Unumstritten ist die Sonne der Motor unseres Wettergeschehens. Allerdings stellt diese "nur" die notwendige Energie zur Verfügung - für die typische jahreszeitliche und regionale Abwechslung im Wetter sorgen hingegen die einzelnen Erdbahnparameter. Doch welche davon sind nun die Wichtigsten?

Im heutigen Thema des Tages reisen wir ein wenig in die Vergangenheit, genauer gesagt an den Beginn des 17. Jahrhunderts. Der ausgezeichnete Mathematiker Johannes Kepler (dt. Naturwissenschaftler, 1571-1630) wurde zu dieser Zeit vom begnadeten astronomischen Beobachter Tycho Brahe (dän. Adeliger, geb. 1546) an den kaiserlichen Hof nach Prag gebeten. Dies geschah natürlich nicht ganz ohne Hintergedanken, denn Brahe war seinen mathematischen Schwächen durchaus bewusst. Die beiden Wissenschaftler hätten sich nun wunderbar ergänzen können, allerdings war die Zusammenarbeit nicht ganz friktionsfrei - würden sie in der heutigen Zeit leben, hätte man den beiden wahrscheinlich "Teambuildingmaßnahmen" verordnet. Die gemeinsame Arbeit scheiterte aber schlussendlich nicht an den Charakteren, sondern endete mit dem überraschenden Tod von Brahe im Jahre 1601. Fortan profitierte Kepler von den umfangreichen astronomischen Aufzeichnungen des ehemaligen Hofastronomen, die ihm von Brahe als persönliches Vermächtnis hinterlassen wurden. Seine daraus gezogenen mathematischen Schlüsse mündeten schließlich in den Keplerschen Gesetzen, die das heliozentrische Weltbild von Nikolaus Kopernikus (1473-1543) abrundeten.

Das erste Gesetz beschreibt beispielsweise, dass sich die Planeten auf elliptischen Bahnen bewegen und in einem ihrer Brennpunkte die Sonne steht. Zwangsläufig ergibt sich nun daraus, dass die Distanz zwischen der Erde und unserem Zentralgestirn im Jahreslauf variiert: am sonnennächsten Punkt hat die Erde etwa einen Abstand von 147,1 Mio. km, zum entferntesten eine Distanz von ca. 152,1 Mio. km. Die Entfernung zwischen Erde und Sonne pendelt also während einer Umlaufzeit um 5 Mio. km. Nun stellen diese Distanzen zunächst nur einen abstrakten Wert dar, greifbarer werden diese erst, wenn man die Abstände mit der Lichtgeschwindigkeit ins Verhältnis setzt.

Machen wir dazu ein Gedankenexperiment: Wie lange würde es wohl brauchen, bis wir auf der Erde ein hypothetisches Erlöschen der Sonne bemerken? Da sich ein Lichtteilchen mit Lichtgeschwindigkeit (299 792 458 m/s) bewegt, kann man nun berechnen, dass zum sonnennächsten Zeitpunkt dieses etwa 490 Sekunden bis zur Erde braucht. Ist die Erde am sonnenfernsten Punkt, sind es bereits ca. 507 Sekunden. Über 8 Minuten braucht also das Licht von der Sonne bis zur Erde. Doch welche Auswirkungen hat die sich verändernde Entfernung zur Sonne für die Erde? Entgegen der weit verbreiteten Meinung passiert die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne etwa um den 3. Januar - also in unserem Winter auf der Nordhalbkugel - den sonnennächsten Punkt. Entsprechend sind wir damit um den 5. Juli am weitesten von der Sonne entfernt. In der Astronomie werden dafür die Begriffe "Aphel" (sonnenfernster Punkt) und "Perihel" (sonnennächste Position) verwendet. Die Aufteilung von Winter/Sommer hat also mit der Entfernung zur Sonne nichts zu tun - eigentlich auch logisch, immerhin gibt es auf der Erde auch den komplementären "Südwinter" und "Südsommer".

Maßgeblich für die unterschiedlichen Einstrahlungswerte und den daraus resultierenden Jahreszeiten ist nämlich nicht die Distanz zu unserem wichtigsten Stern, sondern die Neigung der Erdachse relativ zur Erdbahnebene. Diese sogenannte "Schiefe der Ekliptik" beträgt aktuell etwa 23,43 Grad. Da Mitteleuropa nördlich des Wendekreises liegt, erreicht der Sonnenstand zu keiner Zeit im Jahr den Winkel von 90 Grad. Bei 50 Grad nördlicher Breite (entspricht etwa der Mainlinie) beträgt der maximale Einstrahlungswinkel etwa 63,4 Grad. Die Bestrahlungsstärke der Erdoberfläche hängt wiederum maßgeblich vom Einstrahlwinkel ab. Diese Gesetzmäßigkeit wurde mit dem Lambertschen Kosinusgesetz (nach Johann Heinrich Lambert, schweizerisch-elsässischer Mathematiker und Physiker, 1728-1777) mathematisch beschrieben. Demnach erreicht die Bestrahlungsstärke entlang des Mains immerhin noch knapp 90 % der Bestrahlungsstärke direkt am nördlichen Wendekreis (23,43 Grad). Kommt zum hohen Sonnenstand auch noch eine entsprechende subtropische oder gar tropische Luftmasse hinzu, wird es in Mitteleuropa sehr warm oder heiß.

Allerdings kann ich all jene beruhigen, die sich mit sommerlicher Hitze etwas schwertun: der Ursprung der aktuell und in den nächsten Tagen wetterwirksamen Luft ist nicht die Mittelmeerregion, sondern meistens der Norden des Kontinents. Außerdem bringt die feuchte Luft häufig Schauer, Gewitter oder Regen sowie starke Bewölkung mit sich, sodass die potentiell möglichen Einstrahlungswerte jedenfalls nicht erreicht werden können. Die Marke von 20 Grad wird in den nächsten Tagen nur regional überschritten, erst zur Mitte der kommenden Woche wird es wieder verbreitet warm - sommerliche Werte über 25 Grad sind aber noch etwas entfernt.

Mag.rer.nat. Florian Bilgeri

_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2020

Unwetterwarnungen

 

  Radarbild           

aktueller Radarfilm Deutschland

  Europa-Meteoalarm    

 

Waldbrandindex

ausgewähltes Produkt zur Leistung: