17 | 04 | 2021

Kurzmeldungen-Trend, 17.04.2021

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Montag, 19.04.2021 bis Montag, 26.04.2021
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Freitag, 16.04.2021, 13:24 Uhr

Eher wechselhaft bei leichter Milderung, ab Wochenmitte allerdings wieder kühler und weiter unbeständig.

Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 23.04.2021,

Am Montag wechselnd bewölkt und lokal Schauer, vereinzelt auch kurze Gewitter. Im Norden Zum Teil längere Zeit heiter und häufig trocken. Höchstwerte 9 Grad an der Ostsee und bis 18 Grad an der Mosel. Schwacher, im Tagesverlauf mäßig auflebender Wind, vorwiegend aus nordöstlicher Richtung.

In der Nacht zum Dienstag teils wolkig, teils klar und außer in Südostbayern abklingende Schauer. Im Verlauf der Nacht stellenweise Nebel. Tiefstwerte 6 bis 1, bei längerem Aufklaren und im Bergland örtlich leichter Frost.

Am Dienstag nach lokalem Nebel zunächst vielerorts heiter, im Tagesverlauf zunehmend wolkig. Bevorzugt über dem Bergland der Mitte und des Südens gelegentlich Schauer oder lokal kurze Gewitter. Höchstwerte 10 Grad an der See bis 18 Grad im Süden. Schwacher bis mäßiger Wind aus nördlicher Richtung.

In der Nacht zum Mittwoch Auflockerungen und meist trocken. Tiefstwerte 7 bis 1, im Bergland und bei längerem Aufklaren bis 0 Grad.

Am Mittwoch zunächst vielerorts heiter. Im Tagesverlauf von Nordwest nach Südost aber zunehmend stark bewölkt und schauerartiger Regen. Höchstwerte im Norden 9 bis 15, sonst 13 bis 19 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest.

In der Nacht zum Donnerstag teils dichte Wolken mit schauerartigem Regen, nach Osten und Südosten vorankommend. Nachfolgend Auflockerungen, aber noch einzelne Schauer, im Bergland auch mit Schnee. Tiefstwerte 6 bis 1, im Bergland lokal um 0 Grad und Glättegefahr.

Am Donnerstag gebietsweise Schauer oder kurze Gewitter, insbesondere im Westen und Nordwesten. Im Osten und Südosten teils länger trocken. Höchstwerte 8 Grad im Norden bis 15 Grad im Südosten. Schwacher bis mäßiger, im Norden teils frischer und in Böen starker Wind aus West bis Nordwest.

In der Nacht zum Freitag im Süden locker bewölkt oder klar. Im Norden zeitweise wolkig und schauerartiger Regen. Tiefstwerte 6 bis 1, bei längerem Aufklaren und im Bergland leichter Frost. Nach Süden hin gebietsweise Bodenfrost.

Am Freitag in der Nordhälfte wechselnd bewölkt mit Schauern. Im Süden kaum Schauer und zeitweise Sonnenschein. Höchsttemperaturen 9 Grad an der See und bis 16 Grad am Oberrhein. Mäßiger West- bis Nordwestwind.

In der Nacht zum Samstag an der Ostsee Schauer. Sonst wolkig, aber meist trocken. Im Süden jedoch wieder dichtere Wolken und zeitweise Regen. Tiefsttemperaturen 6 bis 1 Grad, im Bergland lokal bis -2 Grad.

Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 24.04.2021 bis Montag, 26.04.2021,

Gebietsweise dichte Wolken und Regen, im Norden aber eher trocken und mehr Sonnenschein. Höchsttemperaturen 9 bis 15 Grad, nach Süden hin mit 11 bis 18 Grad wärmer.

In den Nächten nur im Bergland leichter Frost.

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Satellitenmeteorologie (Teil 4) - Futterspender für Vorhersagemodelle

Heute erklären wir, weshalb Wettersatelliten heutzutage unverzichtbar für jede zuverlässige Wettervorhersage sind.

Wettersatelliten sind in der heutigen modernen Meteorologie nicht mehr wegzudenken. Während wir in den bisherigen Themen über Satellitenmeteorologie hauptsächlich den Nutzen von Satellitenbildern und -filmen für die Wetteranalyse und Kürzestfristvorhersage beleuchtet haben, zeigen wir heute, dass die Daten von Wettersatelliten auch für die klassische Vorhersage unverzichtbar geworden sind. Aber gibt es hierfür nicht Wettermodelle, die das Wetter für die zukünftigen Tage berechnen? Genau! Aber gerade diese numerischen Wettervorhersagemodelle benötigen Daten von Wettersatelliten als wichtiges Futter, um mit ihren Berechnungen loslegen zu können. Im heutigen Thema des Tages geben wir einen kurzen Einblick, warum die von Satelliten gewonnenen Informationen so unerlässlich sind.

Dazu muss man zunächst wissen, dass Wettermodelle ganz zu Anfang einer jeden Vorhersage erst einmal den Zustand der Atmosphäre zum aktuellen Zeitpunkt so gut wie möglich kennen müssen, um überhaupt das Wetter für die Zukunft vorhersagen zu können. Man nennt diesen Anfangszustand auch (Modell-)Wetteranalyse. Dazu dienen natürlich die unzähligen Wetterstationen, die rund um den Globus nach einheitlichen Standards wichtige Messgrößen wie Temperatur, Feuchte, Luftdruck, Wind und Niederschlag erfassen. Diese Wetterstationen messen zwar sehr präzise, aber nur an einem bestimmten Ort. Jeder kennt es - schon wenige Kilometer entfernt kann das Wetter ganz anders sein. Zudem sind Wetterstationen nicht gleichmäßig auf der Erde verteilt. Insbesondere über Ozeanen und Wüstengebieten gibt es kaum oder keine Messungen. Auch hier könnte man sich wieder fragen, weshalb man wissen muss, wie das Wetter mitten in der menschenleeren Sahara oder in der Wüste Gobi aussieht. Da die globale Zirkulation aber rund um den Globus stattfindet, benötigen Wettermodelle genau diese Information, um das Wetter auch bei uns zuverlässig vorhersagen zu können. Für eine Vorhersage ist für die Modelle zudem die Kenntnis des Zustands der Atmosphäre in verschieden Höhen erforderlich. Diese Daten werden gewöhnlich mithilfe von Radiosonden gewonnen, die entlang ihres Aufstiegs Vertikalprofile von Temperatur, Feuchte und Wind messen. Auch Flugzeuge liefern entlang ihrer Flugroute wichtige Wetterdaten.

Alle bisher genannten Messungen haben jedoch das entscheidende Problem, dass sie nur punktuell oder entlang einer Flugroute messen und es somit große Datenlücken gibt. Hier kommen die Wettersatelliten ins Spiel, da sich diese Beobachtungslücken mithilfe von Satellitendaten verkleinern oder sogar schließen lassen. Satelliten monitoren die Atmosphäre flächendeckend rund um den Globus, also auch in den Datenwüsten. Sie liefern somit essentielle Daten für die Wetteranalyse, ohne die eine präzise Vorhersage nicht möglich wäre. Beispielsweise fließen Oberflächentemperaturen von Wolken in die Modelle ein. Aus der Verlagerung von Wolken- und Feuchtestrukturen im zeitlichen Verlauf können Windvektoren abgeleitet werden. Vor allem die polarumlaufenden Satelliten (siehe Satellitenmeteorologie - Teil 3) können sogar Vertikalprofile von Temperatur und Feuchte oder Windvektoren an der Meeresoberfläche ableiten. Durch aufwändige Nachbearbeitung all dieser Satelliteninformationen erhalten wir so ein dreidimensionales Bild der globalen Wetterküche, inklusive Temperatur, Feuchte, Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Dieses trägt enorm zur Qualitätsverbesserung der Wetteranalyse zu Beginn der numerischen Wetterprognose bei - insbesondere in Regionen oder atmosphärischen Höhen ohne ausreichende Beobachtungsdaten.

Wenn aber die Satelliten ein so umfassendes Abbild vom Zustand der Atmosphäre bereitstellen, wieso benötigt man dann überhaupt noch die zahlreichen anderen Messungen? Der Haken an der Sache ist, dass die Informationen von Satelliten zwar räumlich lückenlos, aber recht ungenau sind. Dies liegt vor allem daran, dass die Satelliten aus großen Höhen die Erde abtasten und daher nicht direkt vor Ort messen. Außerdem erfassen die Satelliten nur Strahlungsintensitäten in unterschiedlichen Spektralbereichen (siehe Satellitenmeteorologie - Teil 1) und nicht die meteorologischen Parameter selbst. Vertikalprofile für Temperatur und Feuchte müssen erst mit komplexen Verfahren aus den Strahlungseigenschaften abgeleitet werden, was zu größeren Ungenauigkeiten führt. Die Vorteile von Wettersatelliten liegen also zweifelsohne in der lückenlosen dreidimensionalen Abdeckung. Demgegenüber versorgen das weltweite Messnetz aus Wetterstationen und Radiosonden das Modell mit sehr präzisen direkten Messungen der meteorologischen Parameter, die aber nur punktuell vorhanden sind. Mit der Kombination von Satellitendaten und ortsbezogenen Messungen kann der Zustand der Atmosphäre bestmöglich bestimmt werden und der Vorhersage des zukünftigen Wetters steht nichts mehr im Wege.

Dr. rer. nat. Markus Übel (Meteorologe)

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Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2021

Unwetterwarnungen

 

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